Lesung
Bis heute und wahrscheinlich sein ganzes Leben lang wird er die Folgen seines Eingreifens spüren und die Kälte der offiziellen Stellen. Er hat den Angriff zwar überlebt, aber irreparable gesundheitliche Schäden davongetragen. Er sitzt in einer leeren Wohnung, muss von Unterstützung leben, die nur unregelmäßig kommt (weil Papiere nicht rechtzeitig eingereicht wurden). So geht der Staat mit couragierten Mitbürgern um.
 Fernsehbericht bitte auf Zivilcourage klicken
Sie, verehrtes Publikum, unterstützen mit Ihrer Teilnahme am heutigen Abend diesen Mann, der alles verloren hat.
Dafür danken wir Ihnen. Ebenso danken wir dem Münchner Theater für Kinder, das obwohl es selbst nicht auf festem finanziellem Boden steht das Theater für diese Veranstaltung KOSTENLOS zur Verfügung stellt. Gehen Sie mit Ihren Kindern oder Enkeln in eine Vorstellung. Sie werden es nicht bereuen!
Unser Dank gilt auch der Firma TICKETINO, welche den Kartenverkauf für uns organisiert und uns als Sponsor unterstützt
Ebenso danken wir der MAHAG GmbH & CO KG, die Herrn Meding von Tutzing abgeholt hat und ihn auch wieder nach Hause bringt.
Es darf nicht sein, dass unsere Gesellschaft wohl zu Recht Zivilcourage fordert diejenigen jedoch, die sie beweisen, schonungslos im Regen stehen lässt.
Dem entgegenzuwirken bemüht sich diese Literaturlesung.
Schon vor mehr als hundert Jahren brachten Dichter - sie nannten sich 'Literaten' - Missstände zu Papier.
Die Wiener Wohnungen waren klein, sie bestanden oft nur aus einem winzigen Zimmer (dem Kabinett) und einer Küche ohne Wasseranschluss. Das Wasser holte man sich auf dem Gang bei der Bassena. Die Toilette befand sich ebenfalls außerhalb der Wohnung.
Kein Wunder, dass der gelernte Wiener sein Wohnzimmer ins Kaffeehaus verlegte. Die Literaten, die dort ihr Domizil aufgeschlagen hatten, nannten sich nach ihrem Stammplatz 'Kaffeehausliteraten'.
Heute können Sie mit eintauchen in diese vergangene Zeit, die leider immer noch so gegenwärtig ist.
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